Mittwoch, 26. April 2017

[Rezension #186] | Selkie | Antonia Neumayer

Heyne Verlag || 10.04.2017 || 512 Seiten || Einzelband || Preis: 12,99€
»Wenn du dir einen Gefallen tun willst, Mädel, dann machst
du keine Dummheiten.«
~ Seite 171, Zeile 11 bis 12 ~
Als Kate im Hafen ihrer kleinen Heimatinsel im Orkney-Archipel die drei Fremden das erste Mal sieht, weiß sie, dass es Ärger geben wird. Die Männer sind gekommen, um ihren älteren Bruder Gabe mitzunehmen. Doch wohin und warum, das verraten sie nicht. Und das ist völlig inakzeptabel, findet Kate. Heimlich schleicht sie sich auf den Kutter der Fremden, um Gabe zu retten. Doch dann taucht der geheimnisvolle Ian an Bord auf, ein Schuss fällt. Und plötzlich springt Kate an Ians Seite in die eiskalte Nordsee. Mitten hinein in ein Abenteuer, das alles, was sie bisher über ihre Familie und ihre Inselwelt wusste, ins Wanken bringt …

Als ich den Debütroman ›Selkie‹ von Antonia Neumayer gesehen habe, sprang mir sofort das Cover in die Augen und machte mich neugierig auf den Klappentext, welcher echt spannend geklungen hat und genau dies habe ich dann auch erwartet.

Dem Stil in dem die Autorin schreibt kann man keinen negativen Aspekt zusprechen, denn der Schreibstil ist durchaus flüssig und emotionsreich. Was den Stil angeht, hat die Autorin Gefühl bewiesen und auf die richtige Art und Weise angesetzt, was mir sehr gefallen hat.

Von den Charakteren her merkte ich eigentlich relativ spät, dass diese mehr Macken haben als mir lieb war. Vor allem Kate kam mir nicht sehr nahe und ihr konnte ich echt wenig abgewinnen, was ich eigentlich sehr schade fand, da sie sehr viel Potential hat um eine starke Protagonistin zu werden. Auch Jack war ein Charakter, den ich am liebsten geschüttelt hätte. Es war für mich nicht schön zu lesen, wie er mit Kate geredet hat und da tat sie mir schon leid.

Die Story und das ganze drum herum hatten für mich großes Potential was leider nur zur Hälfte ausgeschöpft wurde. Den Handlungsstrang hätte die Autorin, meines empfinden nach, etwas deteailreicher machen können und uninteressante Szenen aus dem Buch streichen.

Letztendlich ist "Selkie" für mich ein Debüt, welches von der Grundidee her ein wunderbares Buch ist aber die Umsetzung der Idee wurde für mich nicht zu 100% getroffen. Stellenweise waren Szenen dabei, die ich zu langweilig gefunden habe und gewünscht hätte ich mir, dass diese Stellen gestrichen werden und der Handlungsstrang detailreicher gestaltet wird. Im Großen und Ganzen ist das Buch für mich nur gutes Mittelmaß und deshalb gibt es 3 von 5 Diamanten.

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