Freitag, 3. Februar 2017

[Rezension #158] Das Café in Roscarbury Hall von Ann O'Loughlin





Verlag: Goldmann Verlag
Seiten: 381
Format: Taschenbuch
Übersetzung: Sarah Fuhrmann
Genre: Familiensaga
Reihe/Serie: Einzelband
Erschienen: 19.12.2016
Preis: 9,99€ (Taschenbuch)





Die Schwestern Ella und Roberta O'Callaghan wohnen bereits ihr ganzes Leben in dem irischen Herrenhaus Roscarbury Hall. Allerdings haben die zwei alten Damen seit einem Streit vor vielen Jahren kein Wort mehr gewechselt und kommunizieren nur mit Hilfe kleiner Zettel miteinander. So erfährt Roberta auch von Ellas Plan, im Ballsaal ihres maroden Anwesens ein Café zu eröffnen. Denn ohne Einnahmequelle droht die Bank, den beiden ihr Zuhause wegzunehmen. Als Aushilfe engagiert Ella die junge Debbie, eine Amerikanerin, die in Irland nach Spuren ihrer leiblichen Mutter sucht und dabei auf ein dunkles Kapitel irischer Geschichte stößt. Auch Ella und Roberta müssen sich ihrer Vergangenheit stellen – und vielleicht verbindet sie ja mehr mit Debbie als eine reine Zufallsbekanntschaft ...

Farblich ist das Cover einfach nur sehr frühlingshaft und wirkt sehr warm. Mir gefallen die Farben sehr und irgendwie ist es so schön, dass ich mich daran einfach nicht satt sehen kann. Auch der leicht schnörkelige Schriftzug passt einfach so schön darauf, dass es rundum ein sehr gelungenes Cover, in meinen Augen, ist. Es harmoniert alles zusammen so toll, dass es erst gar nicht wild sondern ruhig und beruhigend wirkt.

Die Kapitellänge war stets sehr gut. Durch die schöne Aufteilung ging kein Detail verloren und wirkte beim lesen auch nicht anstrengend sondern sehr angenehm.In jedem Kapitel steckt ein Stück Liebe zum Detail und das hat mir sehr gut gefallen. Es ist nicht alles in ein Kapitel gequetscht worden sondern die Autorin hat immer in jedem Kapitel etwas kleines versteckt gehabt was sehr gut ankam bei mir.

Der Schreibstil von Ann O'Loughlin ist sehr einfühlsam, liebevoll und flüssig. Durch diesen einzigartigen und tollen Schreibstil kam ich auch sehr schnell in die Geschichte rein und wurde direkt mit dieser warm ohne das ich mich schwer tat mich hineinzuversetzen. Für mich war es reinstes Lesevergnügen.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich zu den Charakteren sagen soll. Ella war mir sofort sympathisch und hat im Sturm mein Herz erobert und Roberta, ihre Schwester, war erstmal sehr abschreckend für mich und ich musste mich erst an ihre außergewöhnliche Art gewöhnen aber als ich das tat, wurde sie immer lockerer und ich kam auch mit ihr zurecht. Ella aber war so herzlich und voller Energie, dass sie einfach sofort sympathisch wirkte und sich das auch im Buch gehalten hat. Auch die Nebencharaktere tauchten auf und hatten sofort was zu melden, was ich sehr schön fand.

Die Geschichte und der Handlungsstrang im Buch waren für mich durchgehend nachvollziehbar und ich konnte mich stes in die Charaktere und deren Welt hineinversetzen. Es war wie ein großes Abenteuer welches ich in Roscarbury Hall verbracht hatte und ich konnte mir das Haus einfach so schön vorstellen und wie sie das Café eingerichtet haben ebenfalls. Vor allem war die Geschichte rund um das Roscarbury Hall sehr facettenreich und glänzte einfach nach dem Feinschliff der Geschwister.

Mit "Das Café in Roscarbury Hall" ist der Autorin Ann O'Loughlin eine durchaus interessante Familiensaga gelungen, die zum träumen einlädt. Nicht zuletzt der schöne Schreibstil konnte mich ans Buch fesseln sondern auch das Gesamtbild nach dem lesen prägte sich sehr in meinen Kopf ein. Aus diesem Grund gebe ich dem Buch volle 5 von 5 Diamanten.

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