Donnerstag, 11. Februar 2016

[Blogtour Tag 4]: zu "Eisprinz und Herzbube" von Elena Losian

Herzlich Willkommen zum heutigen Blogtourbeitrag der Tour zu:

Eisprinz und Herzbube


Gestern waren wir bei Diana von Bücherfunke zu Gast und sie hatte das Thema "Die erste Liebe" in Augenschein genommen und euch einen tollen Beitrag dazu gestaltet.

Bei mir geht es heute um folgendes Thema:
Homosexualität im Wandel der Zeit?


Dieses Thema ist für mich, als schwuler Mann, sehr interessant und ich habe damit auch schon sehr viel Erfahrung gesammelt und deshalb möchte ich euch heute darüber aufklären, denn dieses Thema ist im Buch "Eisprinz und Herzbube" ein großer Bestandteil. Ein sehr interessanter dazu muss ich sagen.

Ist Homosexualität im Wandel der Zeit?

Ich muss ehrlich sagen, dass dies eine sehr tolle und interessante Frage ist, denn dieses Thema beschäftigt Deutschland schon sehr lange, als Merkel sagte "Das deutsche Volk ist noch nicht bereit für die Gleichsetzung von Homosexuellen!". Ist dem denn wirklich so oder ist nur Frau Merkel nicht bereit dafür? Diese Frage werden sich viele Homosexuelle stellen.

Heut zu Tage ist es in Deutschland leichter sich als Homosexuell zu outen als in anderen Ländern, denn hier wird man nicht vom Staat verfolgt und dafür verurteilt sondern man lässt dich so leben wie du möchtest und in diesem Aspekt sind wir weiter als andere Länder auf der Welt.

Es gibt nach wie vor streng religöse Orte und Menschen wo Homosexualität ein No-Go ist und dies ist sehr schade, denn Homosexuelle sind keine anderen Menschen und haben nichts verbrochen. So ist es auch im Buch und ich muss sagen, dass mich sowas echt traurig stimmt.


Für mich ist es egal ob ein Mann ein Mann liebt oder eine Frau eine Frau liebt, denn Homosexuelle Menschen sind MENSCHEN und nichts anderes.

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Homosexualität: Begriffserklärung

Homosexualität bezeichnet je nach Verwendung sowohl gleichgeschlechtliches sexuelles Verhalten, erotisches und romantisches Begehren gegenüber Personen des eigenen Geschlechts als auch darauf aufbauende Identitäten – etwa sich selbst als lesbisch oder schwul zu definieren.
Anstatt euch nun mit dem gesamten Wikipediatext zu langweilen habe ich euch den Link angegeben und jeder kann für sich entscheiden, ob er dies lesen möchte oder nicht.

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Ich habe liebe Menschen gefragt was sie dazu sagen und hier nun das Resultat!

Was denkst du über "Homosexualität - Im Wandel der Zeit?" Ist es denn wirklich im Wandel der Zeit oder ist das nur ein Irrglauben?

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Anna Hein sagt dazu:
Für mich ist es in den kuturell geprägten Regionen immer noch so, dass Homosexuelle verurteilt werden, für das, was sie sind. In den moderneren Ländern ist es ja zum Teil schon Mode, damit offensichtlich umzugehen. Also eher ein jain.

Saskia Seifert sagt dazu:
Hmm... Das ist eine gute Frage. Würde sagen in unserer Generation beginnt langsam der Wandel. Es wird langsam akzeptiert. Es wird offener mit umgegangen und "toleriert" Nicht mehr zu 100% gehetzt und dagegen angefangen.


Jasmin Wurzel sagt dazu:
Die Homosexualität selbst entwickelt sich meiner Meinung weder vorwärts, noch rückwärts. Allerdings ändert sich der Umgang der Gesellschaft mit der Homosexualität. Aktuell machen wir als Gesellschaft wichtige Schritte in Richtung Toleranz, Akzeptanz und Gleichberechtigung. Auch wenn einige wenige noch immer eine vorsintflutliche, ablehnende Einstellung gegenüber Homosexualität haben und der Staat die Entwicklung hin zu Gleichberechtigung noch ausbremst bzw. verlangsamt.

Sonja Schwatke sagt dazu:
Eine berechtigte Frage. Meiner Meinung nach hat sich in den letzten Jahren nicht wirklich etwas getan. Irgendwie ist Alles auf einem Stand wo eigentlich mehr passieren müsste. Politisch wie gesellschaftlich. Besonders bei den Kirchen sollte der lang ersehnte gedankliche Umbruch erfolgen. Auch was Kinder und Heirat angeht sollte eine Gleichstellung erfolgen. Leider sind die Deutschen so, dass sich immer wieder 'neue Feindbilder' suchen, wenn sie bei einem nicht weiter kommen. Aber nach einer vernünftigen Lösung ( wobei Lösung absolut falsch klingt) mag niemand suchen oder sie gar umsetzen.


Wie man sieht, die Meinungen dazu sind verschieden.

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Morgen geht es bei Bianka von Bianka's Bücherkiste mit dem Thema "Eltern mal anders" weiter und ich würde mich freuen, wenn ihr auch dort mit dabei seid!

Gewinnspielfrage + Gewinnspielpreise:

Gewinnspielfrage:

Homosexualität - Im Wandel der Zeit?
Was denkst du darüber?

 Verratet es mir in einem Kommentar und hüpft in den Lostopf für folgende Preise:

Gewinnspielpreise:

3x 1 Printbuch!

Blogtourfahrplan:

Tag 1:
Bei Julia von Bücher - Tore in eine andere Dimension
Thema: Eisprinz und Herzbube

Tag 2:
Bei Chrissi von BookChrissi
Thema: Die Charaktere stellen sich vor

Tag 3:
Bei Diana von Bücherfunke
Thema: Die erste Liebe

Tag 4:
Bei mir von Bücherfarben
Thema: Homosexualität - Im Wandel der Zeit?

Tag 5:
Bei Bianka von Bianka's Bücherkiste
Thema: Eltern mal anders

Tag 6:
Bei Katja von MissRose's Bücherwelt
Thema: Schule - Die reinste Katastrophe

Tag 7:
Dana von Bambinis Bücherzauber
Thema: Elena Losian

Teilnahmebedingungen:

›› Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.

›› Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
›› Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.

›› Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.

›› Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.  

›› Das Gewinnspiel wird von CP - Ideenwelt organisiert.

›› Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
›› Das Gewinnspiel endet am 10.02.2016 um 23:59 Uhr.

Kommentare:

  1. Hallo! :)
    Wirklich ein toller Artikel! Besonders gut fand ich deine Aussage das sowohl Heteros als auch Homosexuelle einfach nur Menschen sind. Den genau so sehe ich das auch :) Ich finde das sich auch noch einiges ändern wird, vor allem das man Homosexuelle Menschen nicht anders behandelt als Heterosexuelle. Ich verstehe nämlich nicht ganz warum sich diese immer für sich selbst rechtfertigen müssen. Es sollte einfach nicht so von anderen gepusht werden finde ich. Homosexuelle Pärchen sollten ein genauso lockeres, unkompliziertes Leben haben wie alle anderen. :)

    Alles Liebe, Jasi ♥

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  2. Hallo,

    ein interessanter Beitrag. Ich persönlich denke durchaus, dass in den letzten Jahren und Jahrzehnten eine Menge erreicht wurde. Man denke nur mal an die Prozesse von Oscar Wilde im ausgehenden 19. Jahrhundert; an das 3. Reichs und die Zeit nach 1945, als Homosexuelle verhaftet und ins Gefängnis gesteckt wurden. An den Paragraphen 175 des Strafgesetztbuches, der bis in die 90er in der BRD galt und erst dann ersatzlos gestrichen wurde. An die Situation in den USA vor den gewalttätigen Nächten rund um das Stonewall, als die Polizei bestechlich war, man Schwulen keinen Alkohol ausschenken durfte und die Szene-Bars von der Mafia betrieben wurden.

    Das lässt sich beliebig fortführen - in den letzten 100 Jahren hat sich sehr viel getan - für Gleichberechtigung, Toleranz und Akzeptanz. Natürlich ist alles steigerungsfähig: die Ehe für alle könnte endlich eingeführt werden, das allgemeine Adoptionsrecht etc., aber man sollte nicht außer Acht lassen, wie schwer es Schwule und Lesben vor 20-30 Jahren hatten. Inzwischen hat sich da eine Menge getan, was ich sehr positiv finde.

    Denn letztendlich sind wir alle Menschen und haben diesselben Rechte :)

    Liebe Grüße,
    Juliane

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  3. Hallo! :)

    Was für ein toller Post; vielen Dank dafür! :)

    Ich sehe es ähnlich wie Juliane: Natürlich ist vieles noch extrem ausbaufähig und nicht optimal, aber gemessen an der Vergangenheit ist bei uns unterm Strich ganz klar eine Verbesserung zu erkennen, was nicht jedes Land von sich behaupten kann.

    Eine extreme Verbesserung sehe ich als Autorin innerhalb meiner eigenen Familie: Teils lesen heute Familienmitglieder Geschichten von mir, in denen es schwule und/oder lesbische Paare gibt, die vor zehn Jahren noch sagten, "so etwas" wäre nichts für sie. Da bewegt sich also schon etwas in die Richtung, dass es im Grunde doch egal ist, welches Geschlecht das Pairing hat, und es vor allem um die Geschichte selbst geht und darum, wie die Figuren charakterisiert werden. Dass es eben alles Menschen sind. :)

    Alles Liebe
    Alex

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  4. Hallo,

    im Vergleich zur Vergangenheit wird mit diesem Thema heute zum Glück toleranter umgegangen, aber optimal ist es natürlich immer noch nicht. Ich finde homosexuelle Paare sollten vor allem gleichgestellt mit heterosexuellen Paaren werden.

    LG
    SaBine

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  5. Hey,

    aus deiner Perspektive ist das natürlich eine wirklich interessante Frage, weil du ganz andere Erfahrungen gemacht hast als ich zum Beispiel, die zwar homosexuelle Menschen kennt, aber keinen Kontakt zu ihnen hat. Dadurch hast du wahrscheinlich einen ganz anderen Blick auf die Gesellschaft.

    Die katholische Kirche hinkt da ja bei vielen Lebensformen hinterher, nicht nur bei Homosexuellen. Es passiert ja auch öfter das Geschiedenen (und Wiederverheirateten) die Kommunion verweigert wird.

    Was die Frage angeht, würde ich verschiedene Ebenen anschauen. Auf individueller Ebene glaube ich schon, dass ein Wandel stattfindet. Ich denke, es gibt weniger Menschen die ein Problem mit Homosexuellen haben und die sich gerade auch nach der Einführung der "Homo-Ehe" in Amerika für ebendiese in Deutschland einsetzen. Auch solche, die nicht Homosexuell sind.
    Man merkt es aber auch an diesem Buchgenre, denn meinem Gefühl nach, wird das immer mehr gelesen. Und niemand der homophob ist, wird sich ein Buch aus dem Genre kaufen.
    Ob das tatsächlich so ist, dass die individuellen Menschen toleranter werden, kannst du wahrscheinlich besser beurteilen, das war was ich am Anfang meinte.

    Auf der gesellschaftlichen Ebene findet der Wandel aber noch nicht statt und das finde ich sehr schade. Die CDU trägt nunmal das C im Namen und deshalb kam für die Partei als Ganzes wohl nie eine Gleichstellung in Frage. In irgendeiner Talkrunde hieß es mal, man wolle die traditionelle Familie schützen. Da frag ich mich: Welche traditionelle Familie? Immer weniger Menschen heiraten, es gibt mehr Alleinerziehende und andere partnerschaftliche Familienformen. Es ist gar nicht mehr so viel traditionelle Familie über, die man schützen könnte oder müsste.
    Insofern denke ich, dass der Wandel vor allem auf politischer Ebene stattfinden muss.

    Danke für den tollen Beitrag :)

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